Geschichte erleben mit Satu Blanc

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© Vinzenz Wyser

Neu ab November 2018

Emmy Hennings

Ein poetisches Verhör

»Ihre Stadt ist sehr schön. Es ist alles so gediegen hier«, sagt Emmy Hennings (1885–1948) nach ihrer Flucht vor Krieg und Zensur in die neutrale Schweiz. In Zürich gründet sie zusammen mit ihrem späteren Ehemann Hugo Ball und anderen Exilkünstlern das Cabaret Voltaire.

Sie kämpfen gegen Fremdenfeindlichkeit, Krieg und Hunger und für eine Aufenthaltsbewilligung.

Premiere: 12. November 2018, 19:30 Uhr
Kellertheater im Lohnhof, Basel

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Basler Zeitung, 10. November 2018

Exzentrisch und freiheitssüchtig

»Diese Unbedingtheit des eigenen Wegs – und wenn er noch so hürdenreich und schwierig, alles andere als gradlinig war – will Satu Blanc in ihrem Stück deutlich machen. Es ist ein Monolog der Hennings in einem Zürcher Gefängnis, an den ›Liebsten‹, Hugo Ball, gerichtet, aber ebenso an die ›Herren Richter‹.«

Badische Zeitung, 15. November 2018

Eine Frau am Abgrund

»Spinnengleich in den Bewegungen spielt Satu Blanc diese Szene als Tingeltangel-Kassandra, die Unheilvolles verkündet und gegen Krieg, Niedertracht und Unterdrückung anschreit: ›Schluss mit dem Korsett und stummen Frauen.‹«

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Satu Blanc – Schauspielerin, Autorin und Historikerin

Bekannt wurde Satu Blanc durch ihre zahlreichen Bühnenstücke und Theaterrundgänge über historische Themen. Sie wird regelmässig von öffentlichen Institutionen und Privaten für die Erarbeitung und Durchführung von szenischen Rundgängen, Schauspielen und Lesungen engagiert.

Quartierkurier 2/2017

Geschichte erleben mit Satu Blanc

»Vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, von der unbekannten Magd bis zur Königin, die man aus Geschichtsbüchern kennt: Satu Blanc hat in ihren Einpersonenstücken – die sie nicht nur spielt, sondern auch selbst konzipiert und schreibt – eine breite Palette an Persönlichkeiten aus verschiedensten Epochen und sozialen Schichten dargestellt.«
Pressespiegel »

»Selbst wenn die Geschichte zu nichts anderem zu gebrauchen wäre, eines muss man ihr sicher zugute halten: sie ist unterhaltsam!«1

Geschichte ist in der Tat sehr unterhaltsam! Nur ist dies in der Fülle der Ereignisse, Daten und Personen nicht immer auf Anhieb ersichtlich. Packt man aber Geschichte in eine Geschichte und bringt diese auf die Bühne, so wird die Historie durch die Zauberkraft des Wortes lebendig.

Diese Zauberkraft nutze ich, um als Schauspielerin und Historikerin Geschichte zu vermitteln. Mit meinem Solotheater entführe ich das Publikum in längst vergangen geglaubte Zeiten, die sich oft als erstaunlich gegenwärtig entpuppen. Das Konzept der gespielten Geschichte basiert auf sorgfältigen, historischen Recherchen, welche in eine mehr oder weniger fiktive Rahmenhandlung eingebaut werden.

»Man muss viel wissen, um genügend erfinden zu können.«2

Dieser Satz gilt auch für meine Arbeit. Die Theaterstücke basieren auf Wahrheit, werden aber durch Dichtung erst lebendig. Indem ich in die Rolle einer historischen Figur schlüpfe, gelingt es, auch komplizierte Sachlagen dem Publikum zugänglich zu machen.

Geschichte fasziniert und interessiert viele Menschen, ist aber in ihrer herkömmlichen Form nicht immer leicht zugänglich. Ob auf der Bühne oder unter freiem Himmel, es geht immer darum, Geschichte in eine für das Publikum erlebbare Form zu bringen. Die szenische Inszenierung von historischen Begebenheiten ist ein ideales Medium, um auch komplexe historische oder gesellschaftspolitische Inhalte zu vermitteln.

Es ist mir eine Freude, mein Publikum immer wieder aufs Neue auf eine Zeitreise mitzunehmen, es zu unterhalten, aber auch zu fordern und zum Denken über das Gestern und Heute anzuregen.

1 Marc Bloch
2 Lukas Hartmann