Die letzten Stunden der Lydia Welti-Escher
Ein bürgerliches Trauerspiel
»Falls der liebe Gott nicht den Takt hat, mich abzuberufen, wenn ich hinieden nichts mehr zu thun habe, so habe ich ihn.«
Lydia Welti-Escher gehört als Tochter des berühmten Alfred Escher zu den reichsten Frauen der damaligen Schweiz. Ihrer Ehe mit dem Bundesratssohn Friedrich Emil Welti ist kein Glück beschieden. Eingeschlossen im goldenen Käfig, fristet sie ihr Leben als Grande Dame der Belle Epoque in grosser Einsamkeit. Bis der Künstler Karl Stauffer in ihr Leben tritt und ihre Sehnsucht »nach edlen und grossen Dingen« stillt. Das Glück währt nur wenige Tage. Durch eine Intrige ihres Mannes und des Schwiegervaters wird Lydia ins Irrenhaus, Karl ins Gefängnis gesteckt.
Der Skandal um Lydia Welti-Escher sorgte unter den Zeitgenossen für grosses Aufsehen. Das Drama um Macht, Leidenschaft, Kunst, Politik und viel Geld ist eine Momentaufnahme der Belle Epoque der Schweiz. In ihrer Mitte steht eine Frau, die mit ihrer Sehnsucht nach Unabhängigkeit an der patriarchalischen Gesellschaft und sich selbst scheitert. Sie, deren ganzes Leben von Aussenseitertum gekennzeichnet ist, entscheidet sich in letzter Konsequenz für den Tod.
Wiederaufnahme November/Dezember 2011
Spielplan »
Kellertheater im Lohnhof
Im Lohnhof 4, Basel
www.baseldytschibihni.ch
Stadtplan GeoPortal Basel-Stadt
Austritt: 30 Franken
Freie Platzwahl mit Austritt
Anmeldung erforderlich!
061 261 47 50 oder
Premiere: November 2010, Kellertheater im Lohnhof, Basel
Spiel, Idee, Projektleitung: Satu Blanc
Text, Regie: Christine Ahlborn,
www.mesarts.ch
Kostüm: Käthi Fingerlin-Fust, Gerlinde Baravalle
Fotografie und Grafik: Vinzenz Wyser,
www.imgs.ch
Management: kultur&co., Denise Willi, +41 76 577 99 13
Zitate aus: Joseph Jung, Lydia Welti-Escher – Ein gesellschaftspolitisches Drama, Verlag NZZ Zürich, 2009
Ich danke für die freundliche Unterstützung:
Basellandschaftliche Kantonalbank, Jubiläumsstiftung
Lotteriefonds Basel-Stadt
Ernst Göhner Stiftung
Jürg George Bürki-Stiftung
Familien-Vontobel-Stiftung
und weitere Stiftungen
Herzlichen Dank an:
Baseldytschi Bihni
Susanna Kleiber
Matthias Zurbrügg
© 2005–2012 Satu Blanc
Fotos:
© Vinzenz Wyser