Gräfin Cagliostro

Eine Seidenbandaffäre

Basel, 1787. Wie überall in der Zeit der Spätaufklärung macht sich auch in Basel neben dem Diktat der Vernunft der Glaube an Magie und Geheimwissenschaften breit.

In Jacob Sarasin vereinen sich diese, sich widerstreitenden Strömungen der Zeit. Er ist Angehöriger der vornehmsten Gesellschaftsschicht Basels, reicher Seidenbandfabrikant, Menschenfreund, Literaturliebhaber, eifriger Verfechter der Aufklärung sowie Freund und Mäzen Graf Alessandro di Cagliostros, des berühmtesten Wunderheilers der Zeit.

Gezeichnet vom Fluch der Pariser Halsbandaffäre finden der berüchtigte Wunderheiler und seine Frau Serafina noch einmal Aufnahme im Hause Sarasins. Vor dem grossen Ball, den die Sarasins zu Ehren der Cagliostros geben, kommt es für die Gräfin zu einer schicksalhaften Begegnung mit der Heimposamenterin Hanni.

Das Seidenband, welches Hanni im Auftrag Sarasins für Serafina gewoben hat, verbindet die beiden scheinbar so verschiedenen Frauen. Wie Hanni stammt zwar auch Serafina aus bescheidenen Verhältnissen, hat aber durch die Machenschaften ihres Mannes Eintritt in die obersten Gesellschaftsschichten gefunden. Die Begegnung mit Hanni lässt sie jedoch erkennen, dass sich ihre Abhängigkeit vom reichen Seidenherrn Sarasin letztlich nicht von derjenigen der einfachen Heimarbeiterin unterscheidet.

Wie viele Seidenbänder Serafina auch um sich schlingt, sie wird nie eine echte Gräfin und deshalb immer auf der Flucht sein. Als sie dies realisiert, trifft sie eine Entscheidung.

Premiere: November 2014
Spiel, Text, Idee: Satu Blanc
Regie, Text: Christine Ahlborn, www.mesarts.ch
Kostüm: Käthi Fingerlin-Fust und Theater Basel
Technik: Robi Pipoz
Fotografie und Grafik: Vinzenz Wyser

Ich danke für die freundliche Unterstützung:
Swisslos-Fonds Basel-Stadt
GGG Basel
Jubiläumsstiftung Basellandschaftliche Kantonalbank
Ernst Göhner Stiftung

Herzlichen Dank an:
Ruth Arn Nater, Lindi Baravalle, Angela und Thomas Hauri, Patrizia Herde, Lorenz Marti, Jürg Nater-Arn, Matthias Zurbrügg